29. Blumenschmuckprämierung

Bereits seit nunmehr fast drei Jahrzehnten prämiert die Eigenheimervereinigung in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde die Anwesen, welche im letzten Sommer mit einem besonders gelungenen Blumenschmuck am und rings ums Haus einen wichtigen Beitrag zur Dorfverschönerung leisteten. Diesmal am Frei-tag, 22.03.19, konnte der 1. Vorsitzende der Eigenheimer Herbert Holzmann zusammen mit dem 1. Bürgermeister Dr. Volker Karb im Arkadensaal des Bürgerhauses rund 50 Preisträgerinnen und Preisträger auszeichnen. Der wirklich sehr gute Besuch der Veranstaltung bildete einen würdigen Rahmen.

Wie immer war im August letzten Jahres die Jury durchs ganze Dorf geradelt und hatte ungefähr 195 Anwesen in Augenschein genommen. Ihr Fazit: Auch wenn beim einen oder anderen Grundstücksbesitzer der Blumenschmuck nachgelassen hat, so ist doch die Anzahl der „Schwamer“ relativ hoch, die mit doppelter Blütenpracht ihren Heimatort zu einem wahren „Schmuckkästchen“ werden lassen. Aber der neue Trend ist unübersehbar: Vor allem in Neubaugebieten findet man „schmucke“ Gärten mit wenig Pflegeaufwand und ganz selten Blumen am Haus. Und: Die Anzahl der dürftig begrünten Steinwüsten vor dem Haus nimmt leider zu. „Rettet die Bienen – aber so nicht!“

Rückblick: Im letzten Jahr lief die Blumensaison zunächst gut an, aber dann folgte wochenlang große Hitze. Das folgende durchwachsene Wetter sorgte dafür, dass sich doch noch die MitbürgerInnen in der warmen Jahreszeit überall im Ort an gelungenen Blumenarrangements erfreuen konnten. Leider verbergen oft geschlossene Hoftore das dahinterliegende Blütenmeer. H. Holzmann bat weiterhin darum, getroffene Bepunktungen keinesfalls als Grund für Schadenfreude oder Neid anzusehen, denn dies wäre bestimmt keine gute Grundlage dafür, dass diese anerkannte und beliebte Aktion auch zukünftig von Erfolg gekrönt sein würde.

Zudem betrugen die Unterschiede zwischen den einzelnen Rängen, wie schon früher, oft nur einen halben Punkt, was in der Praxis durchaus gleiche Blütenpracht bedeutete. Eng war es auch heuer wieder auf den hinteren Plätzen: Das heißt im Umkehrschluss, dass auf vielen Rängen eigentlich jedem die gleiche „Belohnung“ zugestanden wäre. Allen Preisträgern – in der Mehrzahl natürlich weiblichen Geschlechts – wurde als kleines Dankeschön ein Blumenstock und ein Bocksbeutel überreicht. Nachdem leider die Grettstädter Gärtnerei Wolf, unser Dauerlieferant in den letzten Jahren, zwischenzeitlich geschlossen hat, stammten diesmal die „Belohnungen“ von der Gärtnerei Weitz aus Grafenrheinfeld. Die vorderen Preisträgerinnen sind:

Rang Name: Vorname: Straße:
1 Dahsler Anna Kirchplatz
2 Grau Maria Gochsheimer Weg
3 Rathaus   Kirchplatz
4 Krämer Bernd Mittlere Heide
5 Rudolph Gudrun Grettstadter Weg
  Panzer Walter Hauptstraße
  Fiedler Marlene Hauptstraße
  Jakob Luise Gochsheimer Weg
6 Böhm Gerda Kirchplatz
  Schneider Hedwig Hadergasse
  Lehner Hildegard Spiesheimer Pfad
  Metzner Erhard Jahnstraße
7 Bandorf Isolde Grettstadter Weg
  Schön Rosemarie Hauptstr.
8 Neimann Sabine Hauptstraße
  Schreiner Gerda Alter Schweinfurter Weg
9 Müller Rosi Grettstadter Weg
10 Spiegel Helga Aussiedlerhof
  Geßlein Margareta Am Kammerholz
11 Fischer Martha Hadergasse
  Goldschmidt Julius Buchenweg
  Dapper Christa Buchenweg
12 Grimm Anke Kirchplatz
  Grau Irmgard Judenhof
  Schubert Erika Heideweg

Namens der politischen Gemeinde dankte 1. Bürgermeister Volker Karb allen Teilnehmern und vor allem den eifrigen HelferInnen der Eigenheimervereinigung bei der zeitintensiven Durchführung des Blumenschmuckwettbewerbs. Er forderte auf, auch im kommenden Jahr das Erscheinungsbild von Schwebheim durch einen farbenfrohen Blumenschmuck aufzuwerten. Wer möchte, kann u. U. auf Kosten der Gemeinde den Teerbelag des Gehwegs vor seinem Haus entfernen lassen, damit dann Blumen, Kletterrosen oder Weinstöcke die Hauswand zieren können.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte die Landwirtschaftsrätin, stellvertr. Landrätin und gleichzeitig Blumenexpertin Christine Bender aus Kolitzheim in einem überaus interessanten Volkshochschulvortrag zu „Frischer Wind in alten Mauern“ referiert. Gute 40 min lang konnte sie die Zuhörer in ihren Bann ziehen. Mit einer eindrucksvollen Bildervorführung konnte sie besonders zu Folgendem reichlich aus ihrem umfassenden Erfahrungsschatz schöpfen:

  • Ortskerne nicht dem Verfall preisgeben: Bei guter Bausubstanz lohnt sich ein Renovieren bzw. ein Scheunenausbau.
  • Dabei Rücksicht auf das Vorhandene nehmen, jedoch dürfen moderne, farbfrohe Akzente durchaus gesetzt werden.
  • Vorgärten können mit blühenden Büschen und leuchtenden Blumen eine eindrucksvolle Visitenkarte abgeben.
  • Wenn möglich einen Hausbaum pflanzen bzw. erhalten – nicht nur wegen des ökologischen Wertes.
  • Triste Mauern lassen sich durch Spalierpflanzen (wilder Wein, Schlingpflanzen, Spalierobstbäume usw.) heimelig gestalten
  • Generell auf die modernen Steinwüsten mit ein bisschen Grün vor den Häusern verzichten.

Mit einem herzlichen Applaus wurde die Referentin verabschiedet.

Eine vom 1. Vorsitzenden Herbert Holzmann erstellte und dargebotene Vorführung mit ungefähr 170 Bildern über das Gros der preisgekrönten Fenster, Balkone, Terrassen und Innenhöfe rundete schließlich den gelungenen Abend ab. Die Aufforderung an alle lautete zum Schluss: Nicht nachlassen, Blumen werten unser Ortsbild enorm auf!

Wer das Digitalfoto seines Anwesens möchte (kostenlos!), möge bitte seine E-Mail-Adresse an den 1. Vorsitzenden unter „herb-holz@freenet.de“ melden.

gez. Herbert Holzmann, 1. Vorsitzender

Foto der Eigenheimer: Garten von Frau Dahsler, Kirchplatz

(Eingangs-Foto: Anke Grimm) Stolz auf das sehr erfreuliche Ergebnis bei der Blumenschmuckprämierung sind von links beginnend: Herbert Jakob (für seine Frau Luise †), stellv. Landrätin Christine Bender, Marlene Fiedler, Bernd Krämer, Gudrun Rudolph, Elfriede Panzer, 1. Siegerin Anna Dahsler, Bgm. Dr. Volker Karb, 1. Vorsitzender Herbert Holzmann, 2. Siegerin Maria Grau und Gerda Böhm.

 

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