Gemeinde erwirbt Anwesen Kirchplatz 19 und 20 – Umbau zu Gemeindewohnungen geplant

Die Gemeinde gibt bekannt, dass sie sich mit den Eigentümerfamilien des Anwesens Kirchplatz 19/20 geeinigt hat, das gesamte Anwesen zu erwerben.

Die Beratung und der Beschluss dazu erfolgte – wie bei allen gemeindlichen Grundstückstransaktionen üblich – in nicht-öffentlicher Sitzung des Gemeinderats. Der Notartermin fand Anfang März statt, so dass rechtliche Sicherheit besteht. Der Eigentumsübergang ist im April vorgesehen.

Nach dem Erwerb des bisher gewerblich genutzten Grundstücks in der Moritz-Fischer-Str. 15 von der Schäflein Nutzfahrzeuge-Service GmbH ist der Gemeinde mit dem Erwerb des Anwesens am Kirchplatz nun innerhalb weniger Wochen die zweite größere Transaktion gelungen, die der Gemeinde bei zentralen Aufgaben wichtige zusätzliche Gestaltungsoptionen eröffnet.

Konkret ist geplant, die Wohnhäuser zu Gemeindewohnungen umzubauen und sie zu sozialen Mietpreisen zu vermieten. Vor allem im Wohnhaus Nr. 19 sind hierfür aber zunächst noch einige Umbaumaßnahmen nötig. Hier könnten bis zu drei kleinere Wohneinheiten entstehen.

Möglichkeiten, bei diesen Maßnahmen auf staatliche Fördermittel aus den Töpfen des sozialen Wohnungsbaus zuzugreifen, werden geprüft.

Neben der Möglichkeit, zusätzliche Gemeindewohnungen zu schaffen, ist auch die Lage des Anwesens für die Gemeinde vorteilhaft: Es liegt nahe am Rathaus und ließe sich bei Bedarf sogar mit dem direkt angrenzenden „Bürgerhilfehäuschen“ im Judenhof verbinden.

Auch die architektonische und städtebauliche Gestaltung hat die Gemeinde an dieser zentralen und ortsbildprägenden Stelle nahe der Kirche und dem Rathaus mit dem Erwerb nun selbst in der Hand.

Die rückwärtige Scheune ist solide gebaut und angesichts ihres Alters gut erhalten. Sie kann je nach weiterem Bedarf entweder direkt für gemeindliche Zwecke genutzt werden oder im weiteren Verlauf ebenfalls baulich weiterentwickelt werden.

Insgesamt entschied sich der Gemeinderat aus diesen Gründen sehr schnell und mit großer Mehrheit dafür, die Chance zum Erwerb zu nutzen, als das Anwesen recht kurzfristig zum Kauf stand.

 

Hintergrund zu Gemeindewohnungen und sozialem Wohnungsbau in Schwebheim

Der Gemeinde Schwebheim liegt das Thema „Wohnraum zu sozialen Mietpreisen in Gemeindewohnungen“ schon seit vielen Jahrzehnten sehr am Herzen.

Große Verdienste um den sozialen Wohnungsbau kommen im Rückblick schon den damaligen Schwebheimer Bürgermeistern Hans Weimer und Fritz Roßteuscher zu:

Unter Bürgermeister Hans Weimer entstanden im Nachkriegsjahrzehnt die Gemeindewohnungen in der Oberen Heide 2 (sieben Gemeindewohnungen im Jahr 1956) und in der Sudetenstraße 2/4 (acht Gemeindewohnungen im Jahr 1957).

Unter Bürgermeister Fritz Roßteuscher kamen 1965 zunächst drei Wohnungen in der Schulstraße 18 und später 1968/69 weitere zwölf Gemeindewohnungen im Mühlweg 24/26 dazu.

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